Ja, das hier ist ein Viral von einem supernervigen Kaffeeladen, der uns die noch nervigeren Café Latte-Trinker beschert hat und ja, das ist ein komplettes Ripoff von „Songs around the World“ (hier einer der Songs von damals, von dort einfach den „Vorher auf NC“-Links folgen) und erreicht niemals dessen Qualität, es passt aber am Ende des Jahres perfekt weil Love is all you need. Und deshalb isses mir wurscht.
Ich bin ja außerdem grade gar nicht hier, sondern sitze im Zug nach Berlin, um morgen endlich das Ende des beknacktesten Jahres aller Zeiten zu feiern, deshalb hier nochmal ein bisschen Liebe zum Jahresende (den Corporate Bullshit einfach mal wegdenken). Von mir wird dieses Jahr nicht mehr viel kommen, ich habe ein Posting für morgen auf 0:00 Uhr getimed, ansonsten lesen wir uns im neuen Jahrzehnt. Rutscht gut rein und ich wünsche schonmal ein knalliges 2010! Haut rein!
Josh Finkle hat Holzspielzeug in Form von Tieren gebaut, die kürzlich ausgestorben sind. Von seiner Website: „I selected these four creatures for their beautiful shapes and patterns. Choosing an anthropomorphic approach, I designed them with simplified, humanistic shapes and statures. Once unfolded, the packaging becomes an information graphic about the animal inside. These toys are meant to incite wonder and interest in creatures that existed only a short while ago.“
Ken Dahls „Monsters“ ist ein Comic über Geschlechtskrankheiten (!) und mein erstes schonmal vorbestelltes Comic für 2010. Das Teil ist halb Aufklärungs-Buch, halb Autobiographie (!!) und so krank im wahrsten Sinne des Wortes, dass ich es schon jetzt für ein Must Have halte.
Part fiction and part deranged educational film strip, Monsters focuses both on the physical symptoms and the traumatic emotional damage of an STD that rarely affects two people the same way. Following his acclaimed collection of short comics, Welcome to the Dahlhouse, Ken Dahl cements his status as one of the best cartoonists of his generation with this brutally honest account of disease and self-acceptance.
“Ken Dahl’s Monsters is probably the most entertaining educational comic ever. Already a worthwhile read for its lessons on STDs and relationships, Dahl’s excellent cartooning and humor make this book required reading for anyone who has had sex, is going to have sex or wants to have sex.” -Jeffrey Brown. “Ken Dahl is one of the great unsung talents in American comics.” -Jason Lutes.(Last Gasp)
Ich bin ja morgen unterwegs zurück nach Berlin und habe mir für die Reise ein paar Podcasts runtergeladen. Normalerweise bin ich nicht der große Typ für Podcasts, aber grade auf Reisen finde ich das ganz angenehm, mir dann zu diesem oder jenem Thema etwas erzählen zu lassen. HR2 Der Tag habe ich selbst abonniert, den Link zu Bayern2s IQ habe ich aus Swens Podcast-Linksammlung, here we go:
HR2 Der Tag: Wendepunkt in Teheran: Irans neue Revolution (MP3, hier der Link zur HR2 Der Tag Podcast-Seite): „Gerade erleben wir die heftigsten Auseinandersetzungen auf den Straßen im Iran, seit die Proteste gegen manipulierte Ergebnisse der Präsidentenwahl im Juni be-gonnen haben. Wieder wird scharf geschossen, wieder gibt es Tote. Und: wie vor der Revolution von 1979, die den Schah vom Thron jagte, finden die Demonstrationen in immer engeren Zeitabständen statt. Sie sind eine echte Bedrohung des etablierten Regimes. Die Fronten verhärten sich, eine friedliche Lösung ist nicht in Sicht. Steht Teheran vor einer neuen Revolution?“
B2 IQ: Vom Himmel hoch – Warum Menschen zu den Sternen greifen (MP3): „Der bestirnte Himmel über uns: eine riesige schwarze Kuppel. Die Sterne darin blinken weiß, viele in einem zarten Gelb. Nur Planet Mars erscheint rot. Aber auch Sterne strahlen in Farben, die von Bläulich bis Grün und Rot reichen können. Die Farbtöne geben an, wie alt die Objekte sind, und was sie an Brennstoff enthalten.“
Cedric Delsaux hat eine neue Star Wars-Real Life-Fotoserie am Start, diesmal mit dem Falken und Darth in Dubai. Das Bild mit dem AT-AT im Nebel finde ich eigentlich am besten, das gabs aber weder auf Delsaux Website oder auf der Seite zur neuen Ausstellung, sondern nur bei io9 und ich habe keinen Schimmer, wo die das her haben. Aber schick isses auf jeden Fall.
The recent photo works of Cedric Delsaux, the final installment of his Dark Lens trilogy dealing with the fact and fiction of modern urban space, can be viewed as an attempt to approach this enigmatic, emblematic city, using cinematic futurism as a tool to get a grasp on the present. Cedric describes the feeling he had as if walking around in a gigantic set for a science fiction film: “I instantly knew that all the characters from the Star Wars galaxies would be at home here.” Seen through his Dark Lens, Dubai appears to be finally welcoming the guests it has been built for from the beginning.
„Space Tourists“ ist die neue Doku von Christian Frei, der 2001 mit seinem Film „War Photographer“ durchstartete (hier die offizielle Seite zu War Photographer, auf Google Video findet man ein paar Clips aus dem Film online, leider nicht die komplette Doku – aber ich wette, die ist irgendwo da draußen).
In „Space Tourists“ gehts um, naja, Space Touristen eben, die mit Raketen von Kasachstan aus zur ISS fliegen und dort ein paar Tage in Schwerelosigkeit leben, während die Kasachen unten dem Raketenmüll nachjagen. (Zum diesem Raketenmüll in Kasachstan hatte ich mal einen Foto-Essay verlinkt: Kasachstans Space-Müll.)
Der Film folgt Anousheh Ansari, die 2006 für 20 Millionen Dollar Urlaub auf der ISS machte (und dabei neben der amerikanischen Flagge die ihrer iranischen Heimat als Abzeichen trug, das aber nur so nebenbei). Sie selbst sagte dazu: „I hope to inspire everyone—especially young people, women, and young girls all over the world, and in Middle Eastern countries that do not provide women with the same opportunities as men—to not give up their dreams and to pursue them…It may seem impossible to them at times. But I believe they can realize their dreams if they keep it in their hearts, nurture it, and look for opportunities and make those opportunities happen.“ (Wikipedia)
In his most recent work, Christian Frei turns to an age-old dream of man: to leave our planet as a „normal person” and travel into outer space. For 20 million dollars, the American Anousheh Ansari was able to fulfil this childhood dream. This documentary follows her journey into space and shows everyday life as it is on the International Space Station. This terrific beauty is set in contrast to the crazy trips taken by Kazakh rocket debris collectors in their hunt for the coveted carrot-shaped rocket stages, which literally fall out of the sky and are collected by men with trucks the size of dinosaurs.
With breathtaking images, SPACE TOURISTS takes its audience into a fascinating world full of of wonder and surprise. Encounters with the least likely people imaginable. Places even stranger and more unknown than outer space itself.
Der Film läuft nächstes Jahr auf dem Sundance Filmfest und er darf meinetwegen kräftig gehyped werden, denn all das liest sich ziemlich fantastisch. /Film hat noch eine Galerie mit Stills aus dem Film, hier die offizielle Website zum Film.
Ich bin mir sehr sicher, Yves Marchands und Romain Effres Abandoned-Fotografie hier schonmal gepostet zu haben, finde es aber nicht, deshalb nochmal: Yves Marchand und Romain Effre streifen durch das verrottende Detroit und fotografieren die verrottende Architektur. Immer noch sehr spooky, das alles.
Since the 50′s, “Motor City” lost more than half of its population. Nowadays, its splendid decaying monuments are, no less than the Pyramids of Egypt, the Coliseum of Rome, or the Acropolis in Athens, remnants of the passing of a great civilization.
Eine Wanduhr aus ‘nem 70s Magnetband, das direkt aus der EDV-Abteilung des Konzerns stammen könnte, in dem ich damals mein Praktikum machte und in der ein Raum voller schrankgroßer Maschinen rumstand, die Daten auf Magnetbändern aufzeichneten und die dann wiederum von einer Art Industrieroboter archiviert wurden. Jetzt neu zum An-die-Wand-hängen und Zeitablesen.
Hört sich langweilig an, ist aber sehr unterhaltsam und extrem inspirierend: "Alain de Botton examines our ideas of success and failure — and questions the assumptions underlying these two judgments. Is success always earned? Is failure? He makes an eloquent, witty case to move beyond snobbery to find true pleasure in our work."
1. Vor 25 Jahren sprühte der Londoner Graffiti-Pionier Robbo dieses Piece an die Wand am Regents Kanal in Camden, das Ding war ziemlich bekannt und eine Ikone der Londoner Graffiti-Szene.
2. Banksy provoziert die Oldschool-Sprüher, crosst das Piece und verwandelt es in eine Tapete.
3. Robbo strikes back, brilliantly.
Es gibt ja diesen Graffiti-Ehrenkodex, der besagt, dass man die Arbeiten von anderen Sprühern nicht übermalt (crosst). Ich finde allerdings, dass diese Regel im Namen der Kreativität gerne gebrochen werden kann und soll, wenn das Ergebnis den Arbeiten etwas neues hinzufügt und dieses Spiel hier zwischen Old- und Newschool, zwischen Graffiti-Regeln und Regelbrechern ist schlicht brillant. Soziale Graffiti-Streetart-Crosskunst, oder so ähnlich, die sich nur in der Abfolge der Bilder erschließt. Sehr schön!